Fotoreise durch Lubsko
Die Stadt mit dem goldenen Löwen im Wappen
Lubsko ist eine der ältesten Städte der ehemaligen Woiwodschaft Zielona Gora und heutigen Woiwodschaft Lubuskie. Die Stadt bestand schon vor dem Jahre 1260. Quellen aus dem XII. und XIII. Jahrhundert bestätigen, dass auf dem Territorium der heutigen Stadt eine kleine Siedlung existierte. In schriftlichen Quellen taucht der Name Sommerfeld, heute Lubsko, zum ersten Mal im Jahre 1258 auf.
Dreißig Jahre später, nämlich 1283, erhält die Stadt vom Markgrafen von Meißen und der Niederlausitz, Heinrich dem Schönen, wirtschaftliche und rechtliche Privilegien. Dieses Dokument belegt, dass die Stadt zu jener Zeit bereits ein befestigtes, räumlich und ökonomisch ausgebautes, Zentrum an der im Ostteil der Niederlausitz war. Die Achse der Stadtmauern bildeten zwei Stadttore. Im Norden das Gubener Tor ( brama Gubinska) und im Süden das Sorauer Tor (brama Zarska).
Die Geschichte der Stadt und ihrer Region war im Laufe der Jahrhunderte in Abhängigkeit von den sich häufig verändernden staatspolitischen Machtverhältnissen recht wechselhaft. Regiert wurde die Stadt von den Piasten und dem Markgrafen von Meißen, aber auch von böhmischen Königen sowie den Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen. Schließlich von deutschen Königen und Kaisern. Zwischen 1543 und 1808 unterstand die Stadt unter anderem den Geschlechtern der Bieberstein, Kotowicz, Packe und Bredelow.
Die ab 1800 entstehende keramische und Textilindustrie sorgte für einen schnellen wirtschaftlichen Aufstieg Sommerfelds. Um 1900 gab es unter anderem zwölf Textilbetriebe mit 1650 Beschäftigten sowie acht keramische Betriebe mit 450 Beschäftigten. Im Juli 1846 erschien die erste Ausgabe der kommunalen Zeitung "Wochenblatt für die Stadt Sommerfeld und Umgebung", die über 100 Jahre herausgegeben wurde. Am 1. September 1846 fuhr der erste Zug auf der Bahnverbindung Breslau-Berlin durch die Stadt.
Die Kriegshandlungen des Jahres 1945 verschonten die Stadt im großen und ganzen, beschädigt wurden nur einige wenige Gebäude. Lubsko verfügt also noch über seinen alten historischen Grundriss. Ein reizvolles Ensemble von Baudenkmälern bilden das Rathaus mit dem Stadtwappen, die gotische Kirche mit romanischen Elementen, der Büttelturm aus dem XV. Jahrhundert sowie das Schloss.
Die Stadt Lubsko liegt am Flüsschen Lubsza. Hier kreuzen sich die Verkehrswege aus Richtung Zielona Gora-Zasieki-Forst und Zary-Gubin. Die Grenzübergänge in Olszyna/Forst und Gubin/Guben sind etwa dreißig km. weit entfernt. Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 183 qkm., nur die Stadt von 13 qkm. Zur Gemeinde Lubsko gehören 28 Dörfer. Insgesamt leben in der Gemeinde Lubsko 20.694 Einwohner, in den Stadtgrenzen 15.916. Die wirtschaftliche Infrastruktur bilden mehrere Industriebetriebe, eine ganze Reihe von Geschäften und Dienstleistungszentren. In Lubsko wird seit 1991 das Monatsblatt "Magazyn Lubuski" herausgegeben. Stadt und Gemeinde sind Mitglied der Euroregion Spree-Neiße-Bober. Lubsko ist seit vielen Jahren Partnerstadt der Städte Vlotho (an der Weser), Helsinge (Dänemark) und seit 2000 Forst (in der Lausitz)